KONZERTREISE 2011

Der Wiesbadener Knabenchor 2011 auf der Burg von Bratislava

Konzertreise nach Polen, die Slowakei und Österreich 
vom 16.04. bis 22.04.2011

  Abfahrt am Chorheim in Wiesbaden
 
Verabschiedung von den Eltern am Chorheim.
 
  Führung mit Nachtwächter durch Görlitz
 
Noch am Abend der Ankunft führt ein Nachtwächter die Sänger durch die Straßen und Gassen von Görlitz.
 
  Der Flüsterbogen in Görlitz  
 
Bei der Stadtbesichtigung am folgenden Tag wird der Flüsterbogen getestet.
   
 
  Besichtigung jüdisches Viertel Krakau  
 
In Krakau wird auch das jüdische Viertel besichtigt.
   
 
  Feuerspiele Marktplatz Krakau  
 
Feuerspektakel auf dem Marktplatz von Krakau.
 
 
Einsingen in Krakau
Morgendliches Einsingen vor dem Goethe-Institut.
 
  Singen im Goethe-Institut Krakau  
 
Im Goethe-Institut Krakau singt der Chor zu einem kleinen Empfang.
 
 
Busfahrt
Eine der vielen Busfahrten auf der Reise: Diesmal von Krakau nach Bratislava.
 
  Besichtigung von der Burg  
Die Stadt Bratislava wird von der Burg aus...
 
  Stadtbesichtigung in Bratislava  
...und im Stadtkern besichtigt.
   
Taschengeldausgabe
Sobald Geschäfte oder Stände in der Nähe sind, wird das Auszahlen des Taschengelds gefordert,
 
  Knabenchöre proben in Bratislava
 
 
Die Knabenchöre aus Bratislava und Wiesbaden proben gemeinsam für das abendliche Konzert.
 
 
  Konzert in Bratislava  
 
Der Wiesbadener Knabenchor im Passionskonzert in der Franziskanerkirche von Bratislava.
 
 
  Vor dem Stephandsdom  
 
Ankunft am Stephansdom in Wien.
 
 
  Singen im Stephansdom
 
 
Beim spontanen Singen im Stephansdom finden sich schnell viele Zuhörer.
   
 
Mittagessen in Wien
Zum Mittagessen gibt's Wiener Schnitzel vor passender Fototapete.
 
Roman Twardy vor Stadtplan
Chorleiter Roman Twardy weiß, wo's lang geht.
 
Nachtwanderung Bratislava
Die älteren Männerstimmen beider Knabenchöre auf dem nächtlichen Weg über die "UFO"-Brücke Bratislavas.
 
Spontanes Fußballspiel
Vor der Abfahrt kommt es noch zum spontanen Fußballspiel.
 
Abfahrt in Bratislava
Zählappell zur Abfahrt am Chorheim von Bratislava.
 

Acht Sänger des Wiesbadener Knabenchor haben an einem Reisetag das Tagebuch geführt und berichten über ihre Erlebnisse und Eindrücke...

Tag 1: Bevor wir um 12.00 Uhr losgefahren sind, haben wir zum Abschied der Eltern, die ihre Kinder zum Chorheim gebracht hatten, das Lied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ gesungen. Dann ging es los und alle stiegen mit voller Erwartung in den Bus ein.

Um 20.00 Uhr sind wir dann endlich in Görlitz angekommen in einer Jugendherberge, die allen sehr gefallen hat. Nachdem wir unsere Betten bezogen hatten, und zu Abend gegessen hatten, kam der Nachtwächter und hat uns in seiner Nachtwächterführung die Stadt gezeigt und was er als Nachtwächter zu tun hat. Mit Beendigung dieser interessanten Führung bei Nacht ging es direkt in die Zimmer und der erste Tag ist damit zu Ende gegangen.

von Konstantinos D.

   

Tag 2: Direkt nach dem Frühstück, in der erst wenige Monate alten Jugendherberge in Görlitz, fuhren wir zur St. Peter & Paulskirche in Görlitz, eine alte gotische Kirche. Nach einer kurzen Geschichtsstunde zur Kirche zeigte man uns die sogenannte Krypta der Kirche, eigentlich eine eigene kleine Kapelle unter der Hauptkirche. Zur Freude aller Sänger, erhielten wir von einem Mitarbeiter der St. Peter & Paulskirche eine kurze Kostprobe der „Sonnenorgel“. Diese Orgel wurde 1703 von Eugen Casparini erbaut und verdankt ihren Namen den zwölf Sonnen die an der Orgel angebracht sind. Sie bestehen aus kreisförmig angeordneten Orgelpfeifen, die wie eine Sonne aussehen. Acht dieser Sonnen können sogar tatsächlich angespielt werden. Besonders erheiternd waren einige Spezialpfeifen, durch die verschiedene Vogelstimmen imitiert werden können. So kommt die Kirchengemeinde in den Genuss Nachtigall und Kuckuck gleichzeitig singen zu hören, wie uns der Kirchenmitarbeiter erklärte.

Nach dieser Führung erhielten alle Sänger die Möglichkeit die Stadt Görlitz, sowie deren polnische Zwillingsstadt Zgorzelec zu erkunden. Daraufhin fuhr der Chor mit dem Bus zur Heilig Geist Kirche in Görlitz-Rauschwalde. Das erste Konzert der Reise gaben wir nach einer Probe und einem Mittagessen im Gemeindehaus. Aufgrund der Partnerschaft der Städte Wiesbaden und Görlitz war auch der Oberbürgermeister von Görlitz anwesend und hielt eine kurze Rede.  Zum Abschluss des Tages wanderten wir zur Fachhochschule Görlitz, wo uns ein schmackhaftes Abendessen serviert wurde, welches bei allen Sängern gut ankam. Nach diesem freundlichen Empfang machten wir uns auf die lange Busreise nach Krakau, wo wir um etwa 24 Uhr unsere Unterkunft bezogen. Auch wenn dies, wie sich später herausstellen sollte, nur eine vorübergehende Herberge sein sollte.

von Christoph P.

   

Tag 3: Als wir nach der großen Aufregung des Vorabends dann doch noch Schlaf in unserer mehr schlecht als rechten Jugendherberge gefunden hatten, gab es ein böses erwachen. Denn wir waren immer noch in der billigen Absteige in Krakau. Der Morgen verlief einigermaßen ereignislos. Nach einem dürftigen Frühstück erfuhren wir von Roman, dass wir die Herberge noch in der selben Stunde verlassen würden. Daraufhin brach ein großes Chaos los. Alle begannen damit wieder ihre Koffer einzuräumen und zu hoffen, dass unsere nächste Unterkunft besser werden würde. 

Anschließend sind wir zur St. Catherinen-Kirche gewandert um die dort stattfindende Palmsonntags-Prozession und den anschließenden Gottesdienst musikalisch mitzugestallten. Danach wurden wir von unserem allseits bekannten Busfahrer Jens in der Nähe der Kirche abgeholt und zurück zur Jugendherberge gebracht, wo wir ein, für viele nicht besonders ansprechendes Mittagessen zu uns nahmen. So sind wir später mehr oder weniger gesättigt zu unserer neuen Unterkunft gefahren und waren positiv überrascht, denn die Bäder waren sauber und es gab sogar eine Bar mit Billardtisch und Tischkicker und es herrschte eine warme und freundliche Atmosphäre. 

Nach kurzem Eingewöhnen ging es auch gleich weiter mit einer Stadtrundfahrt mit anschließender Führung. Hierbei erfuhren wir viel über die Stadt und ihre Geschichte, aber hauptsächlich etwas über ihre jüdischen Einwohner und deren Deportation im Zweiten Weltkrieg. Nach diesen Massen an Informationen brauchten wir unbedingt etwas Freiraum. Wir wurden in Dreiergruppen aufgeteilt, welche aus je einem über 16-jährigen und zwei Kleineren bestanden. Den Gruppenleitern wurde, zusammen mit etwas Geld, der Auftrag erteilt für ein ordentliches Abendessen zu sorgen. 

Nachdem sich alle wieder gesättigt auf dem Marktplatz eingefunden hatten, machten wir uns auf den Rückweg zur Jugendherberge, die übrigens Hostel Giraffe hieß. Doch bevor wir den Platz überhaupt verlassen konnten zog eine Gruppe von Artisten, die mit brennenden Stäben eine beeindruckende Show zeigten, unsere Aufmerksamkeit auf sich. Im Anschluss verrschwanden die Männerstimmen, die über 18 waren in ihrer Herberge direkt am Marktplatz und wir machten uns ebenfalls auf in unser Hostel zu kommen. Nach diversen Feiern auf einzelnden Zimmern nahm der Tag dann schließlich ein Ende.

von Nils B.

 

Tag 4: Die erste Nacht in der neuen Herberge „Hostel Giraffe“ endete, und die meisten hatten genug geschlafen, um fit in den Tag zu starten, mit Anstehen vor den Duschen. In Konzerstkleidung ging es zum Frühstück, da danach ein kleiner Empfang im Goethe-Institut Krakau anstand. Mittags gab es einen Imbiss in der dortigen Musikschule, bevor auch dort ein Konzert zu geben war. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum letzten, offiziellen  Punkt des Tages: noch ein Konzert in der schönen Kirche St. Catharinen. Nach diesem stimmlich anspruchsvollen Tag war dennoch nicht Schluss mit dem Gesang, denn unser Busfahrer Jens hatte die Chor-CD in der Anlage - da muss man einfach mitsingen.

Am Ende dieses Tages ging ein Großteil der Knaben früh schlafen, doch einige Ältere ließen den Tag bei einem schönen Tischkicker, oder Billiardspiel ausklingen.

von Maurice E.

 

Tag 5: Abfahrt Krakau am Hostel Giraffe, dann wurden die Männer an ihrer Jugendherberge abgeholt.

An der Grenze zur Slowakei wurde einigen schlecht. Die Landschaft der Slowakei bestand zum Großteil aus Werbeplakaten, was auch ein Kommentar von Roman war. Wir hielten in der Stadt Zelena (Žilina), dort aßen wir in den Kleingruppen, wie wir es schon in Krakau gemacht hatten. Diesmal war die Zeit von einer Stunde zu knapp und es kamen viele Gruppen zu spät, wie auch meine.

Wir fuhren weiter durch die Slowakei bis nach Bratislava. Wir kamen pünktlich (so wie die Deutschen) an. Das Chorheim des Chores von Bratislava lag innerhalb einer Trabantenstadt. Dort erwartete uns der Knabenchor Bratislava. Nach der Aufteilung in die jeweiligen Gastfamillien konnten wir die restliche Zeit des Abends frei mit unserer Familie verbringen. Viele fuhren an die Donau oder in eines der fünf großen Einkaufszentren der Stadt oder aber, wie unsere Stimmbildnerin Marina, in die Opernaufführung mit Mozarts Zauberflöte. Sie wurde auf deutsch im neuen, sehr modern wirkenden Theater von Bratislava aufgeführt. Die drei Knaben kamen vom Gastchor und Marina war bei einem untergebracht.

von Leon W.

   

Tag 6: Nachdem wir uns am Abend zuvor in den Gastfamilien des Partnerchores erholen konnten, trafen wir uns nun bereits um 8.00 Uhr wieder, um den nächsten anstrengenden Tag mitsamt Stadtführung durch Bratislava und gemeinsamen Konzert der beiden Chöre zu bestreiten.

An unserem Treffpunkt, dem alten Gebäude des Slowakischen Nationaltheaters, nach regem Austausch über die zugewiesenen Gastfamilien, hatte zunächst die Chorleiterin des Knabenchors aus Bratislava, Magdaléna Rovnáková, Gelegenheit sich zu vorzustellen, bevor eine deutschsprachige Touristenführerin generelle Informationen über die zu besichtigende Stadt zu geben begann: Bratislava, erst seit 1993 Hauptstadt, hat 430.000 Einwohner und ist durch die Donau geteilt, während sich auf einer Seite die Altstadt befindet, nehmen große Wohnflächen aus der Zeit als Satellitenstadt der Sowjetunion die andere Seite ein.

Die wichtigen Sehenswürdigkeiten wurden anschließend zu Fuß oder mit dem Bus in Betracht genommen: Zunächst der Präsidentenpalast, dann die „Neue Brücke“ mit „UFO“-Aussichtsplattform, das Parlament, das neue Rathaus, der Martinsdom, Krönungsstätte ungarischer Könige, aber vor allem die Burg, das Wahrzeichen Bratislavas.

Es folgte eine in Kleingruppen zu verbringende Freizeit, um das Zentrum weiterhin selber zu erkunden oder sich bei dem hervorragenden Wetter auszuruhen.

Schließlich stand am Abend noch ein Konzert bevor, also wurde nachmittags in der Franziskanerkirche, der ältesten Kirche der Stadt, getrennt und auch mit dem anderen Chor gemeinsam geprobt. Danach gab es Zeit, noch einmal in die Gastfamilien zurückzukehren, um zu essen und sich auf das Konzert vorzubereiten.

Das Konzert begann um 20.00 Uhr mit zwei Beiträgen des Knabenchors aus Bratislava, bevor wir unser Programm bestritten und zuletzt den Abend mit einem gemeinsamen „Ave Verum Corpus“ beendeten.

Erst recht nach der langen Führung zuvor waren nun die meisten erschöpft, doch das Konzert war dennoch sehr erfolgreich, sodass wir von unseren Mitstreitern mit einem gesungenen „Bravo! Bravo! Bravissimo!“ belohnt wurden. Bis die Gasteltern uns abholten, fand eine ausgelassene Chorbegegnung statt.

von Karsten P.

   

Tag 7: Wie immer mussten wir wieder einmal viel zu früh aufstehen. Heute sollte ein Tag in Wien unsere siebentägige Tournée abschließen. Nach einem ausgiebigen Frühstück in unseren slowakischen Gastfamilien wurden wir von ihnen zum Chorheim des Knabenchores von Bratislava gebracht, sodass wir kurz nach neun mit unserem Bus aufbrechen konnten. Obwohl das Benutzen elektronischer Unterhaltungsgeräte auf der ca. einstündigen Fahrt eigentlich verboten war, beschäftigten sich doch relativ viele damit, und nur wenige genossen die schöne Landschaft und hörten Romans Vortrag über Café, Kunst, Musik, Komponisten und Kultur Wiens zu. Schon nach fünf Kilometern erreichten wir die österreichisch-slowakische Grenze; sie war durch die unterschiedlichen Baustile und die vielen Windkraftanlagen Österreichs auch ohne Markierung zu erkennen. Wie schon in den letzten Tagen erfreute uns auch heute wieder das ideale Wetter: blauer Himmel, Sonnenschein und 25°C im Schatten.

In Wien angekommen fuhr uns unser Busfahrer Jens als erstes zu der berühmten Mariä Geburt, besser bekannt unter dem Namen „Waisenhauskirche“, in der Mozart die Uraufführung der Waisenhausmesse mit 12 Jahren dirigierte. In dieser Kirche werden wir heute Abend singen, doch das interessierte derzeit keinen. Die Sänger hatten viel mehr damit zu tun, die unzähligen prunkvollen Gebäude zu bestaunen und zu fotografieren. Unsere Kontaktperson Irene Montjoye stieg dort zu uns in den Bus und nun wurden wir sowohl im Bus, wie auch später zu Fuß mit Erklärungen in schönem österreichischen Akzent durch die Stadt geführt. Angefangen mit der Ringstraße, dem Streifen der ehemaligen Stadtmauer, bewunderten wir nun Botschaften, Kirchen, Klöster, Plätze, Denkmäler, öffentliche Gebäude, Museen, Hotels, die Oper, das Theater, Paläste, Schlösser und andere Sehenswürdigkeiten Wiens. Interessant waren auch die vielen Baustile in Wien, die mit der Funktion der Gebäude in Zusammenhang standen. Zum Beispiel ist das Parlament einem griechischen Tempel nachempfunden, der die Demokratie symbolisieren soll. 

Im Zuge der Stadtführung konnten wir auch eine halbe Stunde lang den „Prater“ erkunden, den berühmten Vergnügungspark Wiens mit dem bekannten Riesenrad. Und auch ein spontanes Ständchen im Stephansdom mitten in der Innenstadt durfte zum Abschluss nicht fehlen. Auffällig an Wien: Es gibt nahezu keine Neubausiedlungen. Wien hatte vor dem Ersten Weltkrieg mehr Einwohner als heute, da es die Hauptstadt des Großreiches Österreich-Ungarn war. Das erklärt auch den hohen Altersdurchschnitt, der seinerseits für die geringe Kriminalitätsrate Wiens verantwortlich gemacht wird. Als ehemalige Hauptstadt eines großen Vielvölkerstaates ist Wien durch internationale und kulturelle Vielfalt geprägt. Wegen der guten Lage an der Donau lassen sich übrigens schon seit über 3000 Jahren Siedlungsspuren nachweisen. 

Nach einer kurzen Freizeit in Kleingruppen sind wir mit dem Bus etwas außerhalb zum Lokal Falkensteinstüberl für das Mittagessen gefahren. Merkwürdigerweise gab es „Wiener Schnitzel mit Pommes Frites“

Gestärkt durften wir die Stadt nun noch einmal etwas genauer in Kleingruppen erkunden, oder die Atmosphäre von Wien mit einem Kaffe genießen. Leider konnten wir aus Kostengründen keinen Fiaker nehmen. Unter anderem kamen wir auch an einer der 45 Wohnungen Beethovens vorbei. Deutlich zu spät sind wir gegen Abend von unserem Treffpunkt, dem „Schwedenplatz“, mit dem Bus zu der Weisenhauskirche aufgebrochen. Also sollten wir, wie Roman in einer Ansprache formulierte, besonders diszipliniert sein. 

Nach einer kurzen Probe mussten wir uns schnell umziehen, essen und fertig machen. Gleich im Anschluss an das kurze Konzert mit nur einer kleinen Auswahl an Stücken unseres mitgenommene Repertoires in der prunkvollen Kirche begann eine katholische Messe mit Fußwaschung, die mit viel Stil von einem Priester aus Südindien namens Pfarrer Cliff zelebriert wurde. Die Messe schmückten wir mit vielen Liedern musikalisch aus.

Die vielen Verzögerungen ließen uns keine Zeit und wir mussten im Anschluss so schnell wie möglich wieder zurück nach Bratislava zu den Gastfamilien, damit unser Busfahrer vor der Rückreise am Freitag genügend Erholung bekommt. Auf der Rückfahrt verhakten wir uns jedoch in einen Stau, für den Chor von wenig Interesse, da wir alle nach dem letzten Konzert unserer Tournée laut Karaoke mitsangen. Bei Ankunft am Chorheim hatten die Gasteltern schon eine Stunde auf uns gewartet; wir fuhren mit ihnen zurück, um bei ihnen die letzte Nacht unserer Reise zu verbringen. 

von Johannes R. 

   

Tag 8: Am letzten Tag der Konzertreise stand eine lange Rückfahrt von Bratislava bis nach Wiesbaden mit Zwischenstopp in Regensburg auf dem Programm.

Die Gastfamilien brachten die Chorsänger um 9 Uhr zum Chorheim des Bratislaver Knabenchors, wo der Bus zur Abreise stand. Der Wiesbadener Knabenchor verabschiedete sich, wie es sich für einen Chor gehört, mit dem Lied „Viele verachten die edele Musik“ und bedankte sich damit gleichzeitig für die Herberge, die ihnen der Chor aus Bratislava gegeben hatte. Mit nur ein wenig Verspätung ist der Bus dann Richtung Heimat losgefahren.

Die Rückfahrt wurde von der traurigen Nachricht des Todes von dem langjährigen Sänger im Knabenchor Stefan Steinbauer überschattet. Aus diesen Grund gab es eine kurze Andacht auf einer Raststätte in der Nähe von Passau, an der der Chor mit gemeinsamen Singen und Beten trauern und ihm gedenken konnte.

Der nächste Halt war in Regensburg. Dort aßen wir im „Weissbräuhaus“ leckere Käsespätzle mit Röstzwiebeln. Obwohl das Brauhaus in der Nähe vom Dom war, konnte der Chor den Dom leider nicht besichtigen, da in der Kirche die Feier vom Leiden und Sterben Christi stattfand.

Mit einem neuen Busfahrer, aber trotzdem noch mit Jens an Bord, wurden dann die letzten knapp 400 km erledigt und der Chor kam gegen halb 10 Uhr am Chorheim an und wurde von einer Gruppe glücklich wartender Eltern empfangen.

von Thomas G. 

 


 

Konzertreise 2011

 
  Konzertreise nach Polen, in die Slowakei und nach Österreich

  Konzerte in Görlitz, Krakau, Bratislava und Wien
  Mit Werken von Tallis, Pergolesi, Bach, Kódaly, u.a.

  Marina Russmann, Sopran
  Wiesbadener Knabenchor

  Leitung: Roman B. Twardy

  Samstag, 16. April um 15.00 Uhr
  Passionskonzert in der Christuskirche, Görlitz-Rauschwalde
  Paul-Taubadel-Str. 5, 02827 Görlitz-Rauschwalde

  Montag, 18. April um 15.30 Uhr
  Konzert in der Musikschule "Panstwowa", Krakau (Polen)
  ul. Straszewskiego 21-22, 31-109 Kraków

  Montag, 18. April um 19.00 Uhr
  Passionskonzert in St. Katharinen, Krakau (Polen)
  Kościół św. Katarzyny, ul. Augustiańska 7, 31-064 Kraków

  Mittwoch, 20. April um 20.00 Uhr
  Passionskonzert in der Franziskanerkirche, Bratislava (Slowakei)
  Františkánsky kostol, Františkánska 2, 811 01 Bratislava

  Donnerstag, 21. April um 18.30 bzw. 19.00 Uhr
  Kurz-Konzert und anschl. Gründonnerstags-Messe in Waisenhauskirche, Wien
  Rennweg 91, 1030 Wien

  Der Wiesbadener Knabenchor dankt dem Goetheinstitut, dem Auswärtigen Amts,
  der Stiftung DACAPO und dem Hessischen Ministeriums der Justiz, für Integration
  und Europa für die freundliche Unterstützung der Reise.

 

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